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Archiviert Historisch · schreibgeschützt
Benijofar - Information

Benijófar: ein kleines Huerta-Dorf am Segura

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Benijófar ist eine der kleinsten Gemeinden der Vega Baja, ein flaches Gebiet von wenigen Quadratkilometern am rechten Segura-Ufer. Seine Geschichte ist die der bewässerten Ebene ringsum. Es wurde für die Bewirtschaftung der Huerta gegründet, ist vom lebenswichtigen Fluss geprägt und mehrmals wiederaufgebaut worden, nachdem Fluss und Boden zerstörerisch wurden.

Eine Gründung des 18. Jahrhunderts

Benijófar steht auf Land, das einst zum großen Gebiet Orihuelas gehörte. Das Gut wechselte mehrfach den Besitzer und war zeitweise bei Orihuelas Dominikanern, bevor es Ende des 17. Jahrhunderts die Familie Gallego kaufte. Danach wurde das Dorf mit einer im Königreich Valencia als alfonsinisches Privileg bekannten Lizenz besiedelt. Sie erlaubte einem Grundherrn, durch Ansiedlung einer festen Zahl von Vasallenfamilien auf vermessenem Land ein kleines Feudaldorf zu gründen.

Benijófars Gemeinderat datiert die formale Geburt auf 1729, als Jaime Gallego de Castro Pächterfamilien auf bewässertem Boden ansiedelte, damit sie Häuser bauten und das Land bearbeiteten. Manche Darstellungen setzen die Gründung etwas früher an. Die Quellen stimmen weder beim Jahr noch bei der genauen Zahl erster Siedler vollständig überein.

Der Name ist älter als das Dorf. Benijófar hat arabische Form und beginnt mit dem häufigen Element bani, „Leute von“ oder „Söhne von“, gefolgt von einem meist als Personenname gedeuteten Teil. Eine volkstümliche Alternative verbindet ihn mit aljófar, Saatperlen. Solche Namen sind in den Huertas Murcias und des südlichen Valencia häufig und verweisen auf andalusische Bauerngemeinschaften lange vor dem heutigen Dorf.

Nach dem Erdbeben von 1829 wiederaufgebaut

Am 21. März 1829 traf ein Erdbeben die Vega Baja und verwüstete große Teile des Bezirks. Benijófar gehörte zu den zerstörten Orten; die Pfarrkirche des 17. Jahrhunderts ging weitgehend verloren. Ingenieur José Agustín de Larramendi leitete den Wiederaufbau in der Comarca, legte breite gerade Straßen für mehr Sicherheit bei künftigen Beben an und genehmigte allein in Benijófar Pläne für Dutzende neue Häuser.

Die wiederaufgebaute Pfarrkirche ist Santiago Apóstol geweiht. Sie bewahrt noch Altarbilder und einen Tabernakel des 17. und 18. Jahrhunderts, die den Einsturz überstanden.

Der Fluss als Nutzen und Gefahr

Bewässerung aus dem Segura ist Benijófars Existenzgrund; die Stadt lebte stets mit beiden Seiten des Flusses. Kanäle vom Segura bewässern Zitrus- und Gemüseflächen um das Dorf. Derselbe Fluss trat 1957 über die Ufer, überflutete Benijófar und kostete hier und in der ganzen Ebene Menschenleben.

Am Siedlungsrand neben dem Fluss steht ein traditionelles Wasserrad arabischer Herkunft neben einem niedrigen Mühlenbau und kleinem Umleitungswehr. Zusammen bilden sie ein kompaktes Stück funktionalen Wassererbes. Das Rad hob Flusswasser ins Bewässerungsnetz, das Wehr hielt den Pegel, die Mühle nutzte die Strömung. Der örtliche Weg SL-CV 135 führt vom Dorfzentrum durch das Agrarland zu Erholungsplatz und Rad.

Benijófar besuchen

  • Pfarrkirche, zentrale Straßen nach 1829 und Flussweg zum Wasserrad sind die wichtigsten Ziele und zu Fuß verbunden.
  • Das Dorf liegt an der CV-940 zwischen Rojales und Ciudad Quesada nahe Guardamar del Segura und lässt sich gut mit einem längeren Nachbarbesuch verbinden.
  • Örtliche Schilder und der Flusszustand bestimmen den Abstand zum Ufer, besonders nach Regen.

Benijófar liegt zwischen zwei ausführlicheren Explore-Geschichten. Stromaufwärts zeigen Wasserensemble und Höhlenviertel von Rojales dasselbe Bewässerungssystem größer. Stromabwärts steht Guardamar del Segura dort, wo der Segura schließlich das Meer erreicht.

Quellen und Prüfung

Dieser Führer wurde im August 2026 anhand der Geschichtsseiten der Gemeinde Benijófar, des Tourismusdiensts der Comunitat Valenciana und veröffentlichter Forschung zu alfonsinischen Herrschaften im südlichen Königreich Valencia geprüft. Wo Quellen beim Gründungsdatum abweichen, vermerkt es der Text.